Bibelprojekt - Neues Testament
 

Katharina - Anna - Marian

 
Die Weihnachtskrippe
Sterndeuter kommen zu Jesus (Mt 2,9-11)
Hast du dir in der Weihnachtszeit die Krippe in der Kirche schon genauer angeschaut?
Meistens sind außer den Figuren von Jesus, Maria und Josef auch ein Ochs und ein Esel zu sehen.
Auch Hirten und Schafe sind aufgestellt.
Am 6. Jänner wird die Gruppe um die Krippe dann erweitert:
Die Heiligen Drei Könige kommen dazu, sie knien vor dem Jesuskind und bringen ihm Geschenke.
In der Bibel berichtet der Erzähler Mattäus aber nicht von Königen, sondern von Wissenschaftlern;
sie waren Sterndeuter und hatten einen Stern entdeckt, der sie zu Jesus nach Betlehem führte.
Sein Licht zeigte ihnen, dass das Kind in der Krippe jemand ganz Besonderer sein musste.
Sterndeuter kommen zu Jesus Die Sterndeuter waren schon lange unterwegs, geduldig folgten sie dem Stern,
den sie hatten aufgehen sehen.
Der Stern zog vor ihnen her, bis zu dem Ort, wo das Kind war, das sie suchten.
An diesem Ort blieb der Stern stehen, und die Männer wurden von großer Freude erfüllt.
Sie sahen das Kind und Maria, seine Mutter.
Sie knieten vor Jesus nieder. Dann packten sie ihre mitgebrachten Schätze aus.
Sie schenkten Jesus Gold, Weihrauch und Myrrhe– kostbare und königliche Geschenke

 
Ylva - Annika  
Jesus versammelt Freunde um sich (Mt 4,18-22; Lk 6,12-13)
Nach seiner Taufe zog sich Jesus in die Wüste zurück und dachte über Gott, seinen himmlischen Vater, nach.
Dann ging er wieder zu den Menschen, in die Dörfer und Städte.
Er las in den Bethäusern aus den heiligen Büchern vor und erklärte das Wort Gottes allen, die zuhörten.
Seine Botschaft war: „Kehrt um zu Gott, denn das Himmelreich ist nahe!“
Wohin Jesus auch kam, versammelten sich die Menschen rund um ihn und hörten ihm aufmerksam zu.
Auch am See Gennesaret drängten sich viele um ihn und wollten die frohe Botschaft hören.
Als Jesus am See entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und Andreas.
Sie waren Fischer und warfen gerade ihr Netz in den See.
Jesus sagte zu ihnen: „Kommt mit mir! Bisher habt ihr Fische gefangen, ab nun sollt ihr Menschen für Gott gewinnen.“
Simon und Andreas ließen ihr Fischernetz zurück und folgten Jesus.
Als er weiterging, sah er zwei andere Brüder, Jakob und Johannes.
Sie waren in ihrem Boot und richteten ihre Netze her.
Jesus rief sie, und auch sie kamen mit ihm.
Jesus zog in der ganzen Gegend umher, und viele Menschen hörten seine Botschaft vom Himmelreich.
Der Kreis seiner Freunde wurde größer und größer. Er wählte zwölf davon aus, die er Apostel nannte– sie waren seine besonderen Botschafter.
Später schickte er sie aus, um möglichst vielen Menschen vom himmlischen Vater zu erzählen.

 
Anna - Marian - Katharina  
Bilder für das Himmelreich / Der Schatz im Acker (Mt 13,44)
Ein anderes Mal erzählte Jesus:
„Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn. In seiner Freude verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte den Acker.“
Der Schatz war für den Mann jetzt das Allerwichtigste im Leben.
So wichtig, meinte Jesus damit, soll das Reich Gottes für uns Menschen sein.

 
Anna - Marian - Katharina  
Jesus kommt nach Jerusalem (Lk 19,28-38; Mt 21,1-11)
Jesus war mit seinen Schülern und Schülerinnen auf dem Weg nach Jerusalem, in die Stadt Davids.
Am nahe gelegenen Ölberg schickte er zwei Männer voraus.
Er sagte zu ihnen: „Geht in das Dorf, das vor uns liegt. Ihr werdet ein Eselsfohlen finden, das dort angebunden ist. Noch nie ist jemand auf ihm geritten. Bindet es los und bringt es her! Wenn die Leute fragen: ‚Was macht ihr denn da?’, dann antwortet: ‚Der Herr braucht es, er wird es aber bald wieder zurückschicken.’“
Die beiden Freunde gingen in das Dorf, und alles war so, wie Jesus gesagt hatte.
Sie brachten ihm den jungen Esel und Jesus setzte sich darauf.
Vor langer Zeit hatte der Prophet Sacharja eine Weissagung ausgesprochen, die auf Jesus passt.
Er sagte: „Jerusalem, dein König kommt zu dir. Er ist ein Friedensbringer; er reitet auf einem jungen Esel.“Viele Menschen breiteten ihre Kleider wie einen Teppich auf dem Weg aus, andere rissen auf den Feldern Grasbüschel ab oder schnitten Zweige von den Bäumen und streuten sie auf die Straße.
Sie begleiteten Jesus, und seine Freunde riefen ihm zu:„Gelobt sei unser König, der Nachkomme Davids! Er kommt im Namen Gottes.“
Als er in Jerusalem ankam, waren alle in der Stadt aufgeregt.
„Wer ist das?“, fragten die einen.
Die anderen sagten: „Das ist der Prophet Jesus aus Nazaret!“
Jedes Jahr am Palmsonntag denken wir in der Kirche daran, wie Jesus damals in Jerusalem angekommen ist.
In Jesu Heimat wachsen Palmen, und die Menschen werden wohl mit Zweigen dieser Bäume Jesus zugewinkt und sie vor ihm auf den Weg gelegt haben.
Wenn wir selber Palmsonntag feiern, verwenden wir stattdessen Weidenzweige, die sogenannten „Palmkätzchen“.

 

 
Anna - Alvaro  
Jesus vertreibt die Händler aus dem Tempel (Joh 2,13-16)
In Jerusalem wurde das Paschafest vorbereitet, das Fest, das die Juden jedes Jahr feiern; Jesus hatte von klein auf daran teilgenommen.
Er wollte in den Tempel gehen, in das Haus seines himmlischen Vaters.
Im Vorhof des Tempels sah er Händler, die Rinder, Schafe und Tauben als Opfertiere verkauften.
Auch Geldwechsler saßen dort an ihren Tischen.
Der Tempel war wie eine Markthalle, nicht wie ein Gotteshaus.
Das machte Jesus ärgerlich und wütend. Er trieb alle Händler mit ihren Schafen und Rindern aus dem Tempel hinaus.
Er warf das Geld der Wechsler auf den Boden und stieß ihre Tische um.
Zu den Taubenverkäufern sagte er:„Schafft eure Sachen weg von hier, macht das Haus meines Vaters nicht zu einem Marktplatz!“

 
Alvaro  
Jesus isst mit seinen Freunden (Lk 22,7-21; Joh 13, 34f;14,27)
Der Tag des Paschafestes war gekommen.
Jesus schickte seine Freunde Simon und Johannes in die Stadt.
Sie hatten ihn die ganze Zeit begleitet, seit er sie damals am See Gennesaret zu sich gerufen hatte.
Jesus sagte zu ihnen: „Wenn ihr in die Stadt kommt, wird euch ein Mann mit einem Wasserkrug begegnen.
Folgt ihm in das Haus, in das er hineingeht.
Dort sagt zum Hausherrn: "Jesus lässt dich fragen: Wo ist der Raum, in dem ich mit meinen Freunden das Paschafest feiern kann?"
Und der Hausherr wird euch ein großes Zimmer zeigen. Die beiden gingen los und fanden alles so, wie Jesus es ihnen gesagt hatte.
Sie bereiteten das Paschamahl vor. In diesem Zimmer setzte sich Jesus am Abend mit seinen zwölf Aposteln zu Tisch.
„Ich habe mich schon sehr darauf gefreut, mit euch gemeinsam dieses Festmahl zu essen“, sagte Jesus zu ihnen. „Es ist nämlich das letzte Mal, dass wir so zusammensitzen.“
Dann nahm er Brot, sprach das Dankgebet, teilte das Brot und reichte es seinen Freunden.
Sie aßen gemeinsam.
Jesus nahm auch einen Becher mit Wein, dankte Gott wieder und sagte:„Trinkt aus dem Becher und reicht ihn weiter! In diesem Brot und Wein bin ich euch ganz nahe. Wenn ihr gemeinsam esst und trinkt, dann denkt an mich und ich werde bei euch sein. In Brot und Wein sind wir verbunden!“
Jesus wusste, dass er bald sterben würde.
Er wusste auch, dass einer von den Zwölfen nicht länger zu ihm halten wollte; dieser stand auf und ging hinaus zu den Gegnern Jesu.
Jesus nahm nun von seinen Freunden Abschied.
Er sagte: „Ich schenke euch meinen Frieden. Habt keine Angst, was auch immer geschieht!“
Und er gab ihnen eine neue Lebensregel mit:„Liebt einander! So wie ich euch geliebt habe, sollt auch ihr einander lieben. Daran werden alle erkennen, dass ihr zu mir gehört!“
 



 
Annika - Ylva  
Das leere Grab (Lk 24,1-11)
Am dritten Tag gingen einige Frauen aus der Gruppe um Jesus zum Grab.
Sie hatten wohlriechende Öle und Salben mit.
Als sie beim Grab ankamen, entdeckten sie, dass der schwere Stein vom Eingang weggewälzt war.
Die Frauen gingen in das Felsengrab hinein, aber sie fanden den toten Jesus nicht.
Sie waren ratlos. Plötzlich sahen sie zwei Engel, Gottesboten in leuchtenden Gewändern.
Die Frauen erschraken.
Die Engel sagten zu ihnen: „Jesus lebt– sucht ihn nicht in einem Grab!“
Sofort verließen die Frauen das Felsengrab.
Sie liefen zurück zu den Aposteln und Freunden.
Voll Freude berichteten sie:„Das Grab ist leer und Jesus lebt! Gott hat ihn auferweckt!“