10 Gebote für eine neue Schule


PISA-Chef Haider hat ein Zehn-Punkte-Programm verfasst. So sollen Unterricht und Schulorganisation neue Standards erreichen.
Teile des Programms, die in unserem Bereich liegen (Mehr Rücksicht auf das einzelne Kind nehmen, kleine Lerngruppen und Klassen, mehr Selbsttätigkeit im Unterricht etc.) wurden in unserer Schule schon verwirklicht!

Mehr Förderstunden einführen
Mehr Rücksicht auf das einzelne Kind nehmen, deutlich kleinere Lerngruppen und Klassen bilden, mehr Selbsttätigkeit im Unterricht. Vor allem: Erhöhung der Förderstunden, damit schwächere Kinder Lernhilfe erhalten.
Bildungsstandards einführen
Kinder sollten weniger von Schularbeit zu Schularbeit gehetzt werden. Vielmehr soll die Lernarbeit langfristig ausgerichtet sein. Deshalb soll es künftig „Bildungsstandards" für alle Schulen geben - damit die Schüler langfristig alle Bildungsinhalte erhalten
Interessanteres und vielfältigeres Lehrangebot
Mehr Wahl- und Freifächer, je nach Schülerinteresse und Schulprofil, Förderung innovativer Modell- und Alternativschulen.
Anspruch auf Kinderbetreuung
Eine qualifizierte Ganztagsbetreuung der Kinder bei freiwilliger Teilnahme und je nach Bedarf; in allen Schulen bereitgestellt zu sozial fairen Kosten.
Faire Bildungschancen und bessere Integration
Mehr und bessere Chancen für Kinder aus bildungsfernen Familien und Familien mit nicht-deutscher Muttersprache; Schultypentscheidung erst nach der Mittleren Reife (mit 14), faire Noten für vergleichbare Leistungen.
Kostenloses Verschuljahr
Soll auf alle Kinder verpflichtend ausgedehnt werden, gezielte Sprachförderung und soziale Integration der Kinder, Verkleinerung der Lerngruppen, akademische Ausbildung der Vorschullehrer/innen.
12 Jahre Schulpflicht
statt bisher 9 Jahre, Mehr Lernen bedeutet mehr Können; Integration der 10 Prozent Jugendlichen, die derzeit ohne Ausbildung bleiben und ohne Chance am Arbeitsmarkt sind - somit eine Berufsschulpflicht mit neuem Angebot.
Kleine Matura mit 14 Jahren
Nach den ersten acht Jahren ein formeller Abschluss: mündliche und schriftliche Prüfung als „mittlere Reife". Jeder 14-Jährige bekommt damit eine „Keine Matura".
Kein Sitzenbleiben
Wegfall des Wiederholens einer Klasse, jeder Schüler soll nur den Kurs wiederholen, in dem er negativ war. Die Matura wird zentral und nicht mehr von der einzelnen Schule beurteilt.
Verwaltungsreform und Bürokratieabbau
Zusammenfassung größerer Bildungsregionen (statt wie derzeit Bezirke) und einheitliche Verwaltung aller Schulen; selbstständige Schulen mit eigenen Schulprogrammen unter Mitbestimmung der Schulpartner. Personalent­scheidungen vor Ort.