15 Gebote des Lernens
  1. Langsam starten – dann Gas geben
    Mit dem Lernen muss früher und ganz langsam begonnen werden, und das Tempo muss dann stärker als bisher gesteigert werden.
  2. Selbstlernen statt Belehren
    Kinder lernen besser, wenn sie selbst lernen, als wenn man sie belehrt.
  3. Lernen durch Sprechen und Handeln
    Kinder lernen besser durch Handeln und Sprechen als durch Zuhören.
  4. Neue Fehlerkultur
    Wir brauchen eine andere Fehlerkultur beim Lernen. Die Art und Weise, wie Kinder lernen, ist die über Um- und Irrwege. Sie jahrelang mit roter Tinte, schlechten Noten, erhobenen Zeigefingern und bösen Gesichtern durch die Schule zu begleiten, ist also kontraproduktiv.
  5. Partnerarbeit
    Zu zweit ein Problem zu lösen gibt mehr an Lernen als allein, zu viert oder zu 27.
    Die Partnerarbeit ist also der Einzelarbeit, der Kleingruppenarbeit und der Arbeit im Klassenverband überlegen.
  6. Schüler erklären selbst
    Was Schüler lernen sollen, lernen sie vor allem dadurch, dass sie es anderen zu erklären haben.
  7. Die besten Lehrer sind andere Schüler
    Kinder lernen mehr von Schülern als von noch so guten Erwachsenen.
  8. Jahrgangsübergreifende Lernfamilien
    Kinder lernen in jahrgangsübergreifenden Lernfamilien mehr als in Jahrgangsklassen.
  9. Kinder nicht beschämen
    Erst muss der Lehrer Respekt vor dem Kind haben, dann erhält er von ihm Respekt zurück.
  10. Üben und anwenden
    Was Kinder lernen sollen, müssen sie häufig üben und anwenden können.
  11. Lehrer als Lernberater
    Lehrer sind effizienter und sie halten besser und länger durch, wenn sie Berater sind.
  12. Lehrer arbeiten besser im Team
    Einsame Lehrer bringen nicht so viel zustande wie Lehrer im Team. Wenn zwei Lehrkräfte zusammen zwei Klassen führen, dann ist damit auch kostenlose Supervision und Lehrerfortbildung verbunden.
  13. Der gelassene Lehrer
    Gelassene Lehrer erreichen mehr als strenge oder gestresste.
  14. Kinder brauchen Resonanz
    Kinder brauchen viel Resonanz beim Lernen, und zwar auch von Mitschülern und Eltern, nicht nur in Form des Fehleranzeichnens durch den Lehrer.
  15. Lernen durch Präsentation
    Portfolios, in denen Schüler über Jahre ihre Werke, ihre Selbsteinschätzungen und die Resonanz ihrer Mitschüler, Eltern und Lehrer sammeln, sind ergiebiger als bloße Notenzeugnisse.